Nimm mit 510.307 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
In der noch jungen Geschichte von Campact haben wir schon viel gemeinsam erreicht. Dies ist insbesondere den vielen tausend Campact-Aktiven zu verdanken, die mit ihrem Engagement, mit Spenden und Förderbeiträgen diese Erfolge erst möglich gemacht haben.
Frühjahr 2009: Campact heftete sich an die Fersen von Landwirtschaftsministerin Aigner.
Zusammen mit einem breiten Bündnis hat Campact mehr als 50.000 Unterschriften unter den Appell „Gen-Mais stoppen“ gesammelt. Großplakate präsentierten Slogans von Campact-Aktiven. Im bayerischen Landtagswahlkampf 2008 war Gentechnik viel diskutiertes Thema. Repräsentative Umfragen belegten die große Ablehnung durch die Bevölkerung.
Zur Mais-Aussaat 2009 verfolgten wir Agrarministerin Aigner mit einer Countdown-Uhr bei ihren Auftritten und forderten das rechtzeitige Verbot. Gemeinsam mit dem BÖLW ließen wir ein juristisches Gutachten zur Machbarkeit erstellen. Entscheidende Impulse für den Anbaustopp gingen von Campact aus.
Campact setzt sich für eine Offenlegung von Nebeneinkünfte der Abgeordneten ein
Gemeinsam mit Transparency International, Mehr Demokratie und Lobby Control hat sich Campact vehement dafür stark gemacht, dass Parlamentarier ihre Nebeneinkünfte offen legen müssen. Denn bei etlichen Abgeordneten spielt das wirtschaftliche Engagement keine Nebenrolle und wirft Fragen zur Unabhängigkeit auf.
Protest beim Parlamentspräsidenten, Positivbeispiele freiwilliger Selbstauskünfte von Abgeordneten und intensive Pressearbeit hatten schließlich Erfolg. Durch die erreichte Veröffentlichungspflicht lassen sich Interessenskonflikte zwischen Mandat und Wirtschaftsfunktionen der Bundestagsabgeordneten jetzt viel leichter erkennen.
Campact setzt sich für eine Bahn für alle ein
Unmittelbar vor dem SPD-Parteitag informierten Campact-Aktive und ein Bündnis an Organisationen in über 80 Orten Fahrgäste über die Folgen der Bahnprivatisierung – koordiniert über das Internet. Am Tagungsort bauten sie ein „Bahnopoly“ auf und diskutierten mit den Delegierten - überzeugend: Der Parteitag setzte einer Privatisierung hohe Hürden entgegen.
Dass die Privatisierung der Bahn nicht erfolgt ist, war vorrangig eine Folge der Wirtschaftskrise. Aber auch beim gesellschaftlichen Klima waren die Weichen auf Widerstand gestellt. Das ist umso wichtiger, als es bald wieder heißen könnte: Die Bahn soll verkauft werden.
"Kein Atomkraftwerk in einer Erdbebenzone!" fordert Campact vor der RWE-Zentrale in Essen
Im Herbst 2006 protestierten tausende Campact- und urgewald-Aktive per E-Mail gegen die geplante Finanzierung zweier Atomreaktoren im bulgarischen Belene durch Commerz-, HypoVereins- und Deutsche Bank. In 60 Städten bereiteten Menschen Aktionen vor den Filialen der Banken vor. Drei Tage vor Start der Aktionswoche erklärten die Banken einen Verzicht auf die Kredite.
Dann wollte RWE die AKWs mitfinanzieren und wir setzen die Kampagne mit vielfältigem Protest wieder zusammen mit Urgewald fort. Nachdem der RWE-Vorstandsvorsitzende Belene durchdrücken wollte, vertagt der Aufsichtsrat die Entscheidung über die Beteiligung mehrfach. Mit dem Regierungswechsel in Bulgarien im Sommer 2009 begann das Projekt auch wegen Finanzierungsschwierigkeiten zu wackeln. Wir legten mit Aktionen vor der RWE-Zentrale und bei den kommunalen Vertreter/innen im Aufsichtsrat nach. Ende Oktober kündigt schließlich RWE den Rückzug aus Belene an.
Campact-Aktive fordern mehr Mittel für klimaschützende Gebäudesanierung
Der Gebäudebereich hat hohe Klimarelevanz: Hier entstehen 40 Prozent der deutschen CO2-Emissionen. Mit dem Programm zur CO2-Gebäudesanierung stellt die KfW-Bank vom Bund bezuschusste, zinsgünstige Darlehen zur Verfügung. 2009 waren es 2,2 Milliarden Euro. Doch die Bundesregierung wollte im Februar die Fördermittel für Gebäudesanierung auf 1,1 Mrd. Euro glatt halbieren.
Mit über 77.000 E-Mails forderten Campact-Aktive vom Haushaltausschuss, diese klimaschädliche Politik zu stoppen, die zudem tausende Jobs gefährdet. Ergebnis: Der Haushaltsausschuss hat zwar die Mittel gekürzt – jedoch deutlich weniger als zunächst angekündigt. 1,5 Mrd. Euro sind nun dafür vorgesehen, so viel wie auch 2009 eigentlich angesetzt waren. Auf das die Hausbesitzer/innen weiter kräftig dämmen!
Mit Ihrer Unterstützung werden weitere Erfolge möglich: Lernen Sie Campact kennen, unterstützen Sie unsere Kampagnen mit Spenden, machen Sie uns weiter bekannt und werden Sie Förderer. Herzlichen Dank für Ihr Interesse und Engagement!
Mit diesem Motiv stellte Campact die unverantwortlichen Regierungspläne bloß
Es war eine besonders krasse Form von "Entsorgung", die die Campact-Aktiven mit verhindert haben: Tonnenweise sollte hochradioaktiver Müll aus Deutschland in den berüchtigten Atomkomplex Majak in Russland verbracht werden. Majak gilt als einer der am meisten radioaktiv belasteten Gegenden der Welt. Seit Jahrzehnten wird hier in unverantwortlicher Weise mit strahlendem Material hantiert und große Mengen davon gelangen in die Umwelt, so dass Krebsrate und die Häufigkeit von Missbildungen bei Neugeborenen mehrfach so hoch sind wie im Landesdurchschnitt.
Umweltminister Röttgen musste angesichts des massiven Drucks russischer und deutscher Atomkraftgegner am 6. Dezember 2010 die Castor-Transporte von Ahaus nach Majak stoppen. Bald 40.000 Menschen unterzeichneten innerhalb von sechs Tagen den Eil-Appell von Campact an Merkel und Röttgen. Innerhalb einer Woche vollführte der Umweltminister eine 180-Grad-Wende: Bezeichnete er erst eine Entsorgung in Deutschland als “nicht gangbar” und stellte den Export nach Russland in nahe Aussicht, erklärte er wenig später, eine “schadlose Verwertung” der Brennelemente, die das deutsche Atomgesetz vorschreibt, sei in Majak gegenwärtig nicht möglich.
Die Gefahr solcher Exporte ist damit zwar noch nicht dauerhaft gebannt, aber ein wichtiger Punktsieg auf dem Weg dorthin errungen.